VPSA betrauert den Tod von Prof. Dr. Silvia Staub-Bernasconi


„Die „Grande Dame“ verlässt die Bühne“


Mit Bestürzung haben wir vom Tod von Silvia Staub-Bernasconi erfahren.


In meiner Zeit als Funktionsträger im DBSH habe ich die Grande Dame u.a. im Rahmen der Entwicklung der Berufsethik kennen lernen dürfen.


In vielen Gesprächen hat sie uns in der wichtigen Epoche der Entwicklung zu einer Berufsethik unterstützt. So hatte ich die Gelegenheit mit Silvia Staub-Bernasconi auf der in Konferenzen des IFSW so z.B. in Brüssel 2011 sowie in der Akkreditierung des von Ihr konzipierten und eingerichteten weiterbildenden Masterstudiengang „Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession“ (MRMA), zu dem ich als Gutachter ins Akkreditierungs-Team eingeladen wurde, im Juli 2014 in Berlin sprechen.


Am 3. Berufskongress für Sozialen Arbeit, vom 20. bis zum 22. März 2014, unter dem Thema „Wir stehen für die Ethik in der Sozialen Arbeit“, konnte Silvia Staub-Bernasconi zur Durchführung eines Symposiums „Ethik im Kontext von Sozialer Arbeit als Disziplin und Profession“ gewonnen werden.

Wesentlich ist auch, dass mit ihr am Rande und innerhalb des 3. Berufskongresses der Entwurf der „Berliner Erklärung“ des DBSH besprochen werden konnte, die nach dem Berufskongress auf der Mitgliederversammlung debattiert und beschlossen wurde und die Grundlage der Berufsethik des DBSH bildet. Ihre Meinung war uns sehr wichtig. Die Ideen und Inspirationen von Silvia Staub-Bernasconi für eine Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession, flossen somit in die Entwicklung der Berufsethik des DBSH mit ein.


„Ich hatte in meiner Funktion im DBSH die Gelegenheit und die Chance in Gesprächen mit der „Grande Dame der Sozialen Arbeit“ über Menschenrechte und die Notwendigkeit der Ethik der Sozialen Arbeit zu sprechen. Die Soziale Arbeit verliert mit Silvia Staub-Bernasconi eine „Lichtgestalt“ und wichtige „Impulsgeberin“ in der Sozialen Arbeit, die die Menschenrechte als zentralen Moment in der Sozialen Arbeit implementierte“, so Michael Leinenbach, 2. Vorsitzender des VPSA.


„Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinausgibt, geht nicht verloren.“ Albert Schweitzer


Wir werden ihr Vermächtnis waren und sie stets in unseren Gedanken behalten.


 

Michael Leinenbach

2. Vorsitzender